"Wie ein Pinguin": Tipp vom früheren Profi bei Eröffnung der...

Norbert Schramm Foto: Frank

Auftritt von Norbert Schramm in Alsfeld kam über Kontakt zum EC Lauterbach zustande.

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ALSFELD. Unglaublich publikumsnah zeigte sich Norbert Schramm zur großen Freude der Besucher bei der Eröffnung von "Alsfeld on Ice". Und obwohl er abends noch auf einer Veranstaltung in Koblenz erwartet wurde, nahm sich der ehemalige Eiskunstlaufstar auch für ein kleines Gespräch noch geduldig die Zeit.

Dass man ihn in Alsfeld sehen konnte, ist dem Lauterbacher Eissport-Club zu verdanken, berichtete Schramm. Vor einigen Jahren habe ihm Lara Weigold, die als Teil des Trainerteams auch für die neue Show verantwortlich ist, einen "sehr lieben Brief" geschrieben und ihn um Tipps gebeten und ihn auch eingeladen, den Lauterbacher EC zu besuchen. Daraus sei eine Freundschaft entstanden. Auch in Lauterbach habe er seitdem "immer mal vorbeigeschaut". So sei es für ihn selbstverständlich gewesen, auch nach Alsfeld zu kommen, als ihn seine Lauterbacher Freunde darum baten.

Die Alsfelder Eisbahn mache "Riesenspaß" und ermögliche auch das Fahren anspruchsvoller Figuren. Natürlich sei eine Freibahn anderen Gesetzen ausgeliefert als Hallenbahnen. Für Anfänger sei eine Bahn wie die Alsfelder jedoch besser geeignet, da sie etwas weniger glatt sei als eine Hallenbahn.

Für Anfänger gab Schramm den Tipp, umzudenken. Beim normalen Laufen bewege man sich eher wellenförmig von oben nach unten. Beim Eislaufen müsse man sein Gewicht jedoch von rechts nach links verlagern wie ein Pinguin.

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Start mit sechs Jahren

Wie man auch in Alsfeld sehen konnte, genießt es Schramm, Kinder an den Eissport heranzuführen. "Das Eis fasziniert auch immer wieder Kinder", freute sich der Profi. Er selbst begann mit sechs Jahren seinen Sport auf einer Freieisbahn und "man hat gesagt, ich hätte ein gewisses Talent".

Mit neun Jahren habe er am ersten Wettbewerb teilgenommen und sei Stufe für Stufe in seine Karriere hineingewachsen.

Auf seiner Homepage bezeichnet sich Schramm als "Lebenskünstler" und meint damit auf Nachfrage: "Irgendwie kommt man immer durch Leben." Und so hat er sich auch nie nur aufs Eislaufen, sei es bei den internationalen Wettbewerben oder später als Profi, beschränkt. Lebte er vor einigen Jahren noch als Fotograf in den USA, arbeitet er heute als angestellter Immobilienfachwirt in einem Familienunternehmen, welches sich auf altersgerechtes Wohnen spezialisiert hat.