Sperrung am Stausee in Angenrod

Die Schutzanlage für Amphibien und Straßen am Stausee werden erneuert. Das zieht eine Vollsperrung zwischen Angenrod und Seibelsdorf nach sich.

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. angenrod/seibelsdorf (red). Um den zahlreichen Amphibienbewegungen, wie von Erdkröten und Molchen, aber auch von Igeln im Bereich des Antrifttaler Stausees zwischen Seibelsdorf und Angenrod Rechnung zu tragen, wird dort die vorhandene Amphibienschutzanlage ab kommendem Montag erneuert. Dazu ist eine Vollsperrung notwendig. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist voraussichtlich Mitte Dezember vorgesehen. Der Stausee ist weiter erreichbar. Das teilt Hessen Mobil in einer Pressemeldung mit.

An der stationären Anlage entlang der Landstraße 3070 seien verschiedene Schäden festgestellt worden. So sind beispielsweise Betonelemente abgebrochen, Holzbohlen seien beschädigt, beziehungsweise fehlen ganz. Darüber hinaus können die Anfangs- und Endpunkte der Leiteinrichtung von den Amphibien umlaufen werden. Eine Erneuerung sei notwendig.

Zur Herstellung einer funktionstüchtigen Schutzanlage erfolge die Erneuerung in Form eines Neubaus als Ersatz, da eine Instandsetzung nicht wirtschaftlich wäre. Dabei wird die Einrichtung zusätzlich erweitert, indem der vorhandene Parkplatz mit eingebunden wird. Das neue Schutzsystem besteht aus einer festen, stationären Leiteinrichtung auf einer Länge von 500 Metern beidseitig der Landstraße aus dauerhaftem Material und den eigentlichen Amphibiendurchlässen im Abstand von 30 Metern. Die Anlage werde mit insgesamt 13 neuen Durchlässen versehen. Durch die Leiteinrichtung werden die ankommenden Tiere zum nächsten Durchlass geführt und können auf diese Weise die Straße ungehindert und gefahrlos queren. Um Synergieeffekte auszunutzen, erfolgt in diesem Zusammenhang auch eine Erneuerung der Fahrbahndecke in diesem Bereich der Landesstraße. Dort wurden zahlreiche Netzrisse, Ausbrüche und starke Substanzmängel festgestellt, heißt es in der Mitteilung. Der schadhafte Fahrbahnbelag wird zunächst abgefräst und dann durch neue Asphaltschichten im Hocheinbau auf einer Länge von 1700 Metern verstärkt.

Zur Durchführung der Arbeiten ist eine Vollsperrung unerlässlich. Bei der Terminierung von Baumaßnahmen stehe niemals nur die jeweilige Maßnahme im Blick. Bereits im Vorfeld wird das Zusammenspiel verschiedener Erfordernisse beachtet und diese aufeinander abgestimmt. Hierdurch wird versucht, unausweichliche Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer möglichst zu minimieren. Auch die Arbeiten zum Ausbau des Kreuzungsbereichs B 62/L3070 bei Angenrod werden nunmehr auf dem Landesstraßenabschnitt fortgeführt. Somit können beide Projekte innerhalb einer Umleitungsstrecke abgewickelt und weitere Sperrungen vermieden werden.

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Dabei wird der Pkw-Verkehr ab Angenrod auf der B 62 über Ober-Gleen nach Kirtorf und von dort nach Wahlen abzweigend auf die L3070 über Arnshain nach Ruhlkirchen und Seibelsdorf sowie in umgekehrter Fahrtrichtung umgeleitet.

Um eine Erreichbarkeit des Stausees während der Bautätigkeiten gewährleisten zu können, werde die Maßnahme in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Begonnen wird zunächst im Bereich zwischen Angenrod und dem Stausee, auf Höhe des Seehotels. Gäste und Besucher können daher bis zum Wechsel in den nächsten Bauabschnitt den Stausee über Seibelsdorf erreichen. Aller Voraussicht nach erfolgt der Bauabschnittswechsel Mitte November, so dass dann die Bauarbeiten im Bereich zwischen Stausee und Seibelsdorf erfolgen. Eine Zufahrt zum Stausee ist dann aus Richtung Angenrod möglich. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist voraussichtlich Mitte Dezember vorgesehen. Das Land Hessen investiert 540 000 Euro in diese Maßnahme. Zusätzlich fallen noch Kosten für die Straßenausstattung, wie Markierung und Schutzplanken, an.