Revierkämpfe zwischen Gänsen im Vogelsberg

Walter Märkel aus Alsfeld ist immer wieder in der Umgebung unterwegs und versorgt Naturfreunde mit seinen Beobachtungen und Fotos.

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. Walter Märkel aus Alsfeld ist immer wieder in der Umgebung unterwegs und versorgt Naturfreunde mit seinen Beobachtungen und Fotos. Diesmal ist er unter anderen in Billertshausen fündig geworden. Der "Kratersee" am Getürms ist hermetisch gegen jegliche Störung abgeschirmt. Etwa zehn Reiherenten sowie ein Pärchen Zwergtaucher genießen offensichtlich das störungsfreie Ambiente dort, schreibt Märkel. Gefahr könne allenfalls von einem Greifvogel drohen. Schon vor Jahren haben Zwergtaucher dort gebrütet, "bleibt zu hoffen, dass es ihnen auch diesmal wieder gelingt", hofft der Naturliebhaber. Ohne Ortsangabe - zum Schutz vor zusätzlicher Störung, besonders über Ostern hat er Gänse aufgenommen. "Heftige Konflikte sind vorprogrammiert, wenn je ein Paar Graugänse und Kanadagänse auf engem Raum zur Brut schreiten", schildert er. Die Graugänse sind allerdings ein paar Schritte voraus. Das Weibchen bebrütet allein das Gelege - bei wilden Gänsen bis zu sechs Eier -, während der Ganter für den Schutz des Nestes zuständig ist. Meist startet er den Angriff gegen die deutlich größeren Kanadagänse und hat dadurch den Vorteil auf seiner Seite (siehe Fotos). Die Kanadagänse sind zwar im Rückstand, aber die Eiablage ist wohl nur noch eine Frage von wenigen Tagen. Abwechselndes oder auch gleichzeitiges Eintauchen der Köpfe unter Wasser kündigen deutlich eine Kopulation an. "Es sieht oft recht ruppig aus, wenn der Ganter das Weibchen an den Halsfedern packt und es meist komplett unter Wasser drückt. Ähnlich sind die Bilder bei den allseits bekannten Stockenten." Im Gegensatz zu den beobachteten Paaren könne es durchaus auch zu Hybrid-Bruten kommen. Eine solche Mischgans sei seit Jahren immer mal zu Besuch am Stausee, schließt der Alsfelder seine Beobachtungen. (red)/Foto: Märkel