Kneipp-Verein stimmt gegen Trägerschaft der...

Peter Rahm mit dem von der VR Bank HessenLand gesponsorten Fahrzeug, dass die Pflegebegeleiter-Initiative benutzt. Foto: Krämer

Die Übernahme der Trägerschaft der Pflegebegleiter-Initiative Vogelsbergkreis durch den Kneipp-Verein Romrod ist gescheitert.

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ALSFELD. Alsfeld (gkr). Die Übernahme der Trägerschaft der Pflegebegleiter-Initiative Vogelsbergkreis durch den Kneipp-Verein Romrod ist gescheitert. Die Mitgliederversammlung lehnte den Antrag zur Übernahme mit 38 Nein-Stimmen bei 14 Ja-Stimmen deutlich ab.

Der geheimen Abstimmung ging eine kurze Diskussion über das Für und Wider der Übernahme der Trägerschaft voraus. Dazu lag den Mitgliedern ein Anschreiben der Pflegebegleiter-Initiative Vogelsbergkreis vor, in dem es heißt: "Die Pflegebegleitung als Initiative bürgerschaftlichen Engagements dient der Stärkung und Wertschätzung pflegender Angehöriger, die einen nahestehenden Menschen versorgen und betreuen. Durch die besonders qualifizierten, freiwilligen, ehrenamtlichen Pflegebegleiterinnen und Pflegebegleiter können die pflegenden Angehörigen viel Zeit und Zuwendung sowie Angebote der Entlastung und Hilfestellung erhalten." Die ehrenamtlichen Pflegebegleiter führten selbst keine Pflege durch. "Sie geben den pflegenden Angehörigen Informationen über Entlastungsangebote und Hilfsangebote von professionellen und ehrenamtlichen Institutionen und Einrichtungen vor Ort." Die Pflegebegleitung stelle somit eine Art Brückenfunktion dar.

Als Vorteile für den Kneipp-Verein Romrod wurden eine wesentliche Erhöhung des Bekanntheitsgrades, eine interessante Ergänzung zum Leistungsangebot und mit der Verwendung des Logos der Pflegeinitiative noch mehr Aufmerksamkeit für den Kneipp-Verein Romrod genannt. Der Aufwand für die Übernahme Trägerschaft wurde mit rund zwei Stunden im Jahr für Mehrarbeit bei den Abrechnungen angegeben.

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Kneipp-Vereins-Vorsitzender Ingo Schwalm, Fachkrankenpfleger, der auch beruflich mit der Pflegebegleiter-Initiative Vogelsbergkreis zusammenarbeitet, unterstützte das Ansinnen und bedauerte die Entscheidung des Kneipp-Vereins. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass man baldmöglichst einen Träger findet, um die wichtigen Maßnahmen und Aufgabenstellungen, die sich für die pflegenden Angehörigen ergeben, fortsetzen zu können. Denn: Zum 31. Dezember 2017 habe das Freiwilligenzentrum Alsfeld seine Trägerschaft "gekündigt".