Kita-Kinder und Senioren an einem Tisch

(red). In der Altenpflegeeinrichtung „Haus Stephanus“ in Alsfeld wurde ein generationsübergreifendes Projekt gestartet. Es war ein Frühstück der etwas anderen Art. Ein...

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ALSFELD. (red). In der Altenpflegeeinrichtung „Haus Stephanus“ in Alsfeld wurde ein generationsübergreifendes Projekt gestartet. Es war ein Frühstück der etwas anderen Art. Ein Treffen, ein Austausch, geprägt von Neugier, Vorfreude und jeder Menge Spaß. Zugegeben, anfangs mussten sich die 14 Versammelten erst mal beschnuppern. Doch nach einem Liedchen brachen alle Dämme und es wurde ausgiebig geplaudert, gelacht und das Büffet geplündert. Jenes Frühstück fand im Alsfelder Haus Stephanus statt. Doch wer traf da eigentlich auf wen? Es war kurz nach 10 Uhr als sechs Kinder der Evangelischen Kindertagesstätte Altenburg die Nachbildung des Alsfelder Marktplatzes im Haus Stephanus betraten. Mit dabei waren Kita-Leiterin Eva Schwalm und Erzieherin Lisa-Marie Hisserich. Erwartet wurden die Kinder von acht Bewohnern, heißt es in der Pressemeldung.

Es war der Auftakt zu einem generationsübergreifenden Projekt, das bereits vor zwei Jahren geplant war, coronabedingt doch erst jetzt realisiert werden konnte. „Umso mehr freuen wir uns nun, dass wir starten können“, so Einrichtungsleiterin Marion Brömer. Das Ziel: Jung und Alt sollen sich kennenlernen, Vorurteile abbauen und so mehr Verständnis füreinander entwickeln. Was sich etwas trocken anhört, geriet in der Praxis zu einem regen Austausch zwischen den Generationen, die schnell merkten, dass das Alter nicht ausschlaggebend ist, um zusammen Spaß zu haben. Schnell waren erste Gesprächsthemen über Lieblingssüßigkeiten, -essen und -getränke gefunden und siehe da, Gummibärchen machen tatsächlich Kinder froh und Erwachsene ebenso. Es sind solche „Kleinigkeiten“, die diese Treffen ausmachen, das weiß Hisserich, die maßgeblich an der Umsetzung beteiligt ist. „Unsere Erfahrungen mit solchen Projekten sind immer sehr positiv. Kinder wie Senioren öffnen sich richtig, erzählen von ihren eigenen Großeltern beziehungsweise ihrer Kindheit und lernen sich so besser kennen.“ Dies kann Minh Luis, Betreuungsdienstkoordinatorin im Haus Stephanus, bestätigten: „Die Bewohner waren richtig begeistert und freuen sich schon auf den nächsten Termin.“ Dieser ist für nächsten Dienstag geplant. „Das Projekt ist langfristig ausgelegt. Beim nächsten Mal besuchen wir die Kita, um dort den Alltag kennenzulernen“, erklärt Luis. Highlight war die Findung eines Namens für das Projekt. Nach etwas Grübeln fiel die Wahl auf „Alt und Jung hält uns in Schwung“.