"Immer wieder etwas ganz Besonderes fürs Gemüt": Konzert mit...

Die Gießener Manu Michaeli-Band beschert einer Vielzahl an Zuhörern in Altenburg ein breites Repertoire an melodischen Kraftquellen. Foto: Buchhammer

Das Konzert mit der Manu Michaeli-Band im evangelischen Gemeindehaus in Altenburg war tiefgründig und entschleunigend.

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ALTENBURG. "Die Konzerte von Manu Michaeli und Band sind doch immer wieder etwas ganz Besonderes fürs Gemüt", brachte kürzlich eine Handvoll Damen in Altenburg eine Freude zum Ausdruck, wie man sie nur schwer in Worten packen kann. Beschreibungen wie berührend, einzigartig, inspirierend, tiefgründig, entschleunigend und kraftschenkend kamen den gefühlten Emotionen schon sehr nahe.

"Am besten zuhören, verinnerlichen und genießen", so der Ratschlag der Runde. Die Gelegenheit war durchaus geboten: Die fünfköpfige Gruppe aus Gießen um Frontfrau Manuela Michaeli - eine gebürtige Alsfelderin - gastierte im evangelischen Gemeindehaus in Alsfelds größtem Stadtteil und bescherte einer Vielzahl an Zuhörern ein breites Repertoire an melodischen Kraftquellen mit nachhallendem Klang.

Es war nicht das erste Konzert in der alten Heimat, gerne übernahm auch in diesem Jahr Michaelis Schwester Petra Schader die Vorbereitungen zum musikalischen Event. Mit Kerzenlichtern im Raum und locker flockigen Deko- und Stoffakzenten auf der Bühnenfläche vor dem Altar verlieh sie der abendlichen Atmosphäre einen gemütlichen Touch.

"Gut, wieder hier zu sein", eröffnete das Quintett das Konzert in á cappella mit Einzug durch den Saal zur angedachten Bühne. Das Streicheln der Seele mit einfühlsamen Eigenkompositionen und Coversongs geschätzter Liedermacher konnte beginnen. Umgarnt mit schönen Beschreibungen zum Komponisten und Inhalt der Stücke, boten Michaeli und ihre Musikfreunde Rolf Weinreich (Gitarre, Gesang, Harp), Michel Hahn (Gitarren, Bass, Ukulele, Harp), Marianne Kosaca (Violine) und Karsten Hellhund (Percussion) knapp zwei Dutzend Lieder in fesselnder Tiefe und Tonlage. Liedermacher wie Gerhard Schöne, Roger Cicero, Zupfgeigenhansel, Klaus Hofmann oder Xavier Naidoo boten eine Fülle an ausdruckstarken Liedern über die bunten Facetten des Lebens. Ganz gleich welche Lebenslieder, Gospels, Spirituals, Folks Oldies oder modern Pops und Blues, die Band auch anstimmte - die lebendige Interpretation der Songs wie auch die markante Alt-Stimme von Manu Michaeli gingen mitten ins Herz.

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Melancholische Lieder wie "The Rose", "in diesem Moment", "Dust in the Wind" oder "Bitte hör nicht auf zu träumen" berührten sofort die Zuhörerschaft, derweil musisch gepfefferte Gesangs- und Instrumentalstücke wie die "Glory Hallelu" oder "You can`t judge a book" Hände, Füße und Köpfe der Damen und Herren mitunter ordentlich in Wallung brachten.

Die Zeit verging viel zu schnell, doch Manu Michaeli und Band kamen nicht umhin, ihrem begeisterten Publikum weitere Zugaben zu spielen. "In dunkler Nacht" läutete die Gruppe dann den verschobenen Programmabschluss ein und schickte die beseelten Konzertbesucher nach einem Segenslied rundum zufrieden nach Hause.