Voller Abwechslung

Das Holzbläserquartett ist nur ein Auftritt von vielen. Foto: Windisch-Laube

(wwl). „Vor ausverkauftem Haus“ würde zu lesen sein, wenn denn Eintrittskarten verkauft worden wären; doch der Eintritt war frei beim Schülerkonzert der Alsfelder...

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ALSFELD. (wwl). „Vor ausverkauftem Haus“ würde zu lesen sein, wenn denn Eintrittskarten verkauft worden wären; doch der Eintritt war frei beim Schülerkonzert der Alsfelder Musikschule, das unter dem Motto „Tasten im Frühlingsschein“ stand: das Klavier, vor allem in Gestalt eines gewichtigen Flügels, bildete nämlich den Schwerpunkt des frühlingshaft kontrastreichen Programms.

Doch auch um das schwarze Musikmöbel herum gab es allerhand Besonderes zu sehen und zu hören: eine E-Geige gleich zu Beginn, ein voluminöses Baritonsaxofon, eine sowohl singende als auch spielende Klarinetten-Vierergruppe, Saxofon und Klarinette einzeln und als Ensemble, eine akustische Violine, ein E-Piano. Und viele ebenso konzentrierte wie wohlvorbereitete, munter und zugleich ernsthaft in ihrer Musik beheimatete junge Musiker.

In der Aula der Geschwister-Scholl-Schule konnte das zahlreiche Publikum durchweg podiumsreife Beiträge erleben, nicht wenige von herausragender Qualität. Jeden Auftritt hier detailliert zu würdigen, verbietet die Fülle des Dargebotenen. Die mitreißende Eröffnung boten Kristofer Burk auf der Elektro-Geige und Charlotte Sorg am Flügel. Insgesamt war der Konzertverlauf ganz auf Abwechslung ausgerichtet – und stilistisch breit gefächert: von Couperin und Fiocco bis Blues, von unterschiedlichsten Volksliedern bis Coldplay und Filmmusik.

Die nächsten Programmpunkte blieben den relativ am Anfang ihrer Instrumentalausbildung stehenden, gleichwohl sehr sicher auftretenden Jüngsten vorbehalten: Rona Jaka zunächst, später Julian Specht, beide solistisch an den Tasten; dazwischen hatte eine Klarinettengruppe aus dem Kooperationsprojekt „ZusammenSpiel Musik“ mit der Grundschule Katzenberg Ruhlkirchen ihr Auftrittsdebüt: Phil Breul, Sara Hill, Jona Luisa Krausen und Benalda Popa, angeleitet von Musikschullehrerin Ulrike Schimpf. Zu den bereits Fortgeschritteneren zählten die darauffolgend auftretenden Schüler: Johanna Krick barock und romantisch zusammen mit ihrem Lehrer Alexander Urvalov, Vanessa Specht und Juliane Bockshorn als je solistische Tastenspielerinnen mit moderneren Klängen, dazwischen der junge Violinist Matteo Stork schon virtuos – und von Klavierlehrkraft Marina Pletner in bewährter Weise am Klavier begleitet.

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Holzbläser betraten als nächstes die Bühne, beide von ihrer Lehrerin jeweils instrumental assistiert: Tim Niklas Nowack, Klarinette, und Felix Schmidt, Altsaxofon. Mit anspruchsvollen Klavierbeiträgen ging es weiter: Auf Solistin Stella Schreiber folgten, vierhändig, Rosalie Marleen Marker und Katharina Henrichs, schließlich hochkarätige Werke von Schubert, Chopin und Berkowitsch, mit denen Niklas Schlosser, Louise Lanz und Katharina Henrichs beeindruckten. Holzbläser-Intermezzi dazu boten – abermals – Tim Nowack sowie David Lang, und beide zusammen mit Felix plus Lehrerin als Blasinstrumente-Quartett.

Ein geschwisterliches und ein Freundinnen-Duo rundeten das Programm ab: zuerst Saxofonist David zusammen mit Maria Lang am Flügel in „You Raise Me Up“, dann Valerie Soltau und Louise Lanz an zwei Klavierinstrumenten mit dem ins Freie und in die Zukunft weisenden Titel „Frühlingspräludium“.

An- und abschließend bedankte sich Musikschulleiter Walter Windisch-Laube für das Konzert vor allem bei den Schülerinnen und Schülern, ihren Lehrkräften Olga Maljutina, Alexander Urvalov und Marina Pletner (Fach Klavier), Wladimir Pletner (Fach Violine) und Ulrike Schimpf (Fachbereich Holzbläser), sowie auch bei den unterstützenden Eltern und dem aufmerksamen, reichlich Applaus spendenden Publikum.