Klänge aus der Bretagne im Gewölbekeller von Schloss Eisenbach

Guillaume Blain und Claire Leyzour in Eisenbach. Foto: Eigner

Rein meteorologisch stand der Start in die beliebte Veranstaltungsreihe des Lauterbacher Kulturvereins im Gewölbekeller von Schloss Eisenbach in diesem Jahr unter keinem guten...

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EISENBACH. (eig). Rein meteorologisch stand der Start in die beliebte Veranstaltungsreihe des Lauterbacher Kulturvereins im Gewölbekeller von Schloss Eisenbach in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Doch die Organisatoren sollten sich wundern, und zwar im positiven Sinn. Denn nicht nur der Regen strömte vom Himmel – auch die Kulturinteressierten strömten nur so herbei. Am Ende blieb kein einziger Sitzplatz mehr frei.

Auf der Bühne entführten Guillaume Blain und Claire Leyzour in ihre Heimat im Nordwesten Frankreichs, die Bretagne. Auf Elektronik konnte das Duo – abgesehen vom Mikrofon – verzichten. Stattdessen genügten Gitarre und Geige sowie die Stimme von Guillaume Blain. Und diese Stimme sang zum Teil auch noch in einer Sprache, die man heute nicht allzu oft zu hören bekommt: Bretonisch. Nur noch gut hunderttausend Menschen sprechen heute noch diese alte keltische Sprache. Sie klingt und hört sich völlig anders an als das Französische, wovon sich das Publikum im Gewölbekeller überzeugen konnte. Regelmäßige Eisenbacher „Kellergänger“ dürften sich dabei vielleicht an den Auftritt der Gruppe „An Erminig“ im September 2017 erinnert haben, die sich ebenfalls der bretonischen Musik verschrieben hat.

Guillaume Blain und Claire Leyzour stammen aus der Region um Nantes, und dort war auch ein guter Teil ihres Repertoires angesiedelt. Mal flott, mal feurig, auch mal eher melancholisch, das war der Rhythmus der Klänge im Zusammenspiel der Gitarre von Guillaume Blain und der Geige von Claire Leyzour, die durch die Stimme von Guillaume Blain dann noch veredelt wurde. Zumeist handelte es sich um Tanzweisen, die das Duo traditionellen Vorlagen entnommen hat. Aber auch eine Eigenkomposition, ein Tanz im Dreiertakt, war darunter. Einige Besucherinnen hielt es nicht länger auf den Stühlen ,und sie ergriffen die Gelegenheit zu einem bretonischen Tanz. Nach einem zweistündigen Konzert ließ das bretonische Folkduo am Ende ein restlos begeistertes Publikum zurück.