Akrobatik ist Trumpf bei „Night of the Dance“ im Darmstadtium

Akrobatik ist Trumpf bei der Show-Tournee „Night of the Dance“ im Darmstadtium. Foto: Dirk Zengel

Mönchsgewand trifft Zebrakostüm: Mit einer sehr bunten Mischung erfreut die Show-Tournee „Night of the Dance“ das Darmstädter Publikum

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DARMSTADT. Etwas irritierend war der Titel der großen neuen Tanzshow im Darmstadtium am vorletzten Abend des Jahres 2018. „Night of the Dance“ lautete der erste Titel, „Irish Dance 2018“ der zweite. Tatsächlich stand auf dem Programm zwar auch die irische Tanzwelt, weiterhin hatte die große Bühnenshow aber auch noch im Programm: Star Wars, Michal Jackson, Fluch der Karibik, Dirty Dancing, Breakdance oder Choreografien zu bekannten Popsongs.

Die Truppe war aus 20 Tänzerinnen und Tänzern sowie Akrobaten aus aller Welt zusammengesetzt, die ihre jeweiligen künstlerischen Schwerpunkte wirkungsvoll und mit Leidenschaft auf die Bühne brachten. Das Publikum reagierte von Anfang an begeistert auf die bekannten Hits aus Musicals und Pop.

Wie in einer Revue wurden die einzelnen Titel ohne roten Faden abwechslungsreich aneinandergereiht. Den Auftakt machten sphärische Klänge („La Conquista“), die in die Weiten von Urzeiten führten mit starken Anklängen an PC-Spiele, in denen es um Eroberung und magische Kämpfe geht. Die wurden bühnenwirksam vor flammenden Feuerschalen und Lightshow inszeniert, in fantasievollen Kostümen zwischen „keltisch“ und „aztekisch“, zwischen irischem Stepp- und südamerikanischem Indianertanz. Hinzu kam ein langgezogener Ton aus einer Blasmuschel, eine afrikanische Trommel oder ein Tänzer in Zebrakostüm. Und auch das Mittelalter mit Mönchsgesängen durfte nicht fehlen.

In der zweiten Hälfte wurde es moderner mit einem hervorragenden Double des Gesamtkunstwerks Michael Jackson und gleich mehreren Hits der Pop-Ikone. Knapper und fransig wurde das Outfit beim „Latin-Medley“ zu Salsa und Samba, der Breakdancer ploppte als Gummipuppe auf und zusammen und kugelte sich über Kopf und Schulter, Kraft kam im Gewand der Geschmeidigkeit daher.

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Die irischen Tänzer trugen bei ihren großartigen Auftritten stets schwere Steppschuhe und erzeugten den rhythmischen Beiklang, mal donnerten sie über die Bühne, mal hüpften sie, immer mit aufrechtem Körper und herunterhängenden Armen, mit scheinbar größter Leichtigkeit zu „Riverdance“ und „Lord of the Dance“. Romantisch und ganz in weiß gekleidet trat das Paar auf, dass mit enormer Sicherheit Hochakrobatisches vorführte: Der von der Tänzerin mit einer Hand ausgeführte Handstand auf der Stirn ihres Partners, bei dem sie sich auch noch mit eleganter Beinarbeit drehte, war nur eine von mehreren spektakulären Leistungen.

Nicht weniger wirksam wurde zum Ende hin das Publikum zum Mittanzen animiert. Nach dem großen Finale der internationalen Truppe erklatschten sich die begeisterten Zuschauer unter Bravo-Rufen noch eine Zugabe.