Wucherer beglückwünscht John Bryant

Mit 38 Punkten, 14 Rebounds und vor allem einem daraus resultierenden sagenhaften Effektivitätswert von 50 liefert John Bryant historische Werte ab. Foto: Schepp

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GIESSEN. Was sich derzeit unter den Körben der Giessen 46ers abspielt, ist beinahe schon alleine das Eintrittsgeld wert: Mit John Bryant haben die Mittelhessen ein Phänomen in der Basketball-Bundesliga unter Vertrag, was seines Gleichen sucht. Dies hat der US-Amerikaner am Samstagabend trotz der 95:99-Niederlage gegen die EWE Baskets Oldenburg eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

38 Punkte, 14 Rebounds und drei Assists standen nach der Begegnung auf dem Statistikbogen hinter dem Namen des 46ers-Kapitäns, und damit erreichte Bryant einen Effektivitätswert von 50 - Bestwert in der seit 1998 geführten digitalen Statistik-Datenbank der Liga. Bisheriger Rekordhalter mit einem Wert von 48, und aus Gießener Sicht durchaus kurios: Der ehemalige 46ers-Coach Denis Wucherer. Der ehemalige Nationalspieler hatte am 17. April 2004 beim 113:106 seiner Bayer Giants Leverkusen bei der BG Karlsruhe 37 Punkte, 13 Rebounds und zehn Assists markiert, dabei aber eine schlechtere Wurfquote (15/25 Würfe) sowie fünf Ballverluste produziert. "Man merkt im Spiel, dass etwas ganz gut läuft. Wenn man aber zehn Mal vorbei wirft, hat man nicht das Gefühl, dass es am Ende so extrem gut läuft", blickt Wucherer nach dem Verlust seines Rekords auf das Spiel gegen Karlsruhe zurück. Mit einem Augenzwinkern lässt Wucherer wissen, dass die Ablösung an der Spitze "ganz schöner Mist" sei, und merkt an, dass er "von Anton Gavel verteidigt wurde, der schon damals zu den besseren Verteidigern zählte".

Am Ende drückte Wucherer dann aber doch seine aufrichtigen Glückwünsche aus: "Das war ein großartiges Spiel von Big John, allerherzlichst Glückwunsch von mir. Er soll sich jetzt aber erst einmal die Zähne daran ausbeißen, zwei Triple Double in Folge zu machen. Denn dann haben wir ein richtiges Problem!" In dem auf das Duell mit Karlsruhe folgende Match gegen Berlin glückten dem heutigen Coach der RheinStars Köln nämlich erneut drei zweistellige Werte!

"Wirklicher Transfercoup"

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Als Trainer hätte der jetzige Übungsleiter des Zweitligisten vom Rhein natürlich auch gerne einen solch dominanten Spieler in seinen Reihen. "Als John Bryant in Gießen unterschrieben hat, war mir klar, dass Gießen nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird. Ein solcher Spieler gewinnt dir alleine fünf bis sieben Spiele. Das war ein wirklicher Transfercoup von Heiko (Schelberg) und Ingo (Freyer)!"

Auch die Respektbekundungen des ehemaligen Rekordhalters für den Routinier machen deutlich: John Bryant ist derzeit schon beinahe alleine das Eintrittsgeld am Schalter der Osthalle wert!