27 Abiturienten feiern an Max-Eyth-Schule

ALSFELD - 27 Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums an der Max-Eyth-Schule haben am Wochenende ihren Abschluss gebührend gefeiert. Viermal wurde dabei die Note „Sehr gut“ erreicht und zweimal gar die Traumnote 1,0. Im Rahmen der Feierlichkeiten in der Johanniterhalle in Grebenau am Freitagabend wurden zudem die besten Leistungen geehrt. Die Beste ihres Jahrgangs war Schülerin Josephine Haschler, die der Studienstiftung des deutschen Volkes als Stipendiatin vorgeschlagen wurde. Sie erhielt als zusätzliche Anerkennung einen Büchergutschein der Buchhandlung Lesenswert. Den mit einem Geldpreis verbunden Schulsozialpreis des Rotary-Klubs überreichte Präsident Stein. Die Auszeichnung erhielt Loren Albrecht für ihr soziales Engagement bei der Betreuung des Jugendgottesdienstes, der Freiwilligen Feuerwehr und in weiteren Jugendgruppen. Mit dem Preis der Gesellschaft deutscher Chemiker für eine sehr gute Leistung im Fach Chemie wurde Meria Mautrer ausgezeichnet. Dr. Rainer Kehm überreichte eine Urkunde gemeinsam mit einem Buchpreis und einer Mitgliedschaft in der Gesellschaft deutscher Chemiker.

Zur Feier und als Redner erschien auch Bürgermeister Stephan Paule (CDU), der in seiner Ansprache an seine eigene Zeugnisverleihung vor 24 Jahren erinnerte und welchen Einschnitt dies im Leben eines jungen Menschen bedeutet. Der neue Lebensabschnitt, sei es der Anfang einer Ausbildung oder eines Studiums, baue auf dem Fundament der schulischen Ausbildung auf. Dabei hob Paule den besonderen Beitrag der Europaschule Max-Eyth für das Bildungsangebot der Stadt Alsfeld hervor. Neben dem Beruflichen Gymnasium werden in neun weiteren Schulformen studienqualifizierende, allgeinbildende oder berufsqualifierende Abschlüsse angeboten.

Schulleiter Friedhelm Walther freute sich in seiner Rede darüber, nach „zwei sehr herausfordernden Jahren in der Pandemie, in großer Runde gemeinsam einen solch besonderen Anlass feiern zu können.“ Im Nachhinein könne man zur Erkenntnis kommen, dass man aus solch schwierigen Zeiten sogar gestärkt herauskommen kann. „Bestimmt können Sie aus den gemachten Erfahrungen ein wenig Zuversicht ziehen, wenn es im weiteren Leben mal stürmisch oder sogar düster wird. Und vermutlich alle wissen nach dieser Zeit um den Wert der Unterstützung von Freunden und Familie“, gab Walther den Absolventen mit auf den Weg. Dr. Christoph Stüber ist Abteilungsleiter des Beruflichen Gymnasiums und rief in Erinnerung, dass das Zeugnis, das die Schüler an dem Abend erhalten, keine Freikarte fürs Schlaraffenland der Zukunft sei. „Das Lernen hört nicht auf“, sagte Dr. Stüber. Glauben Sie mir……. Das „Detail-Wissen“, mit dem sie vielleicht ihre Abiturprüfungen bestanden haben, wird vermutlich in den nächsten Monaten oder Jahren verblassen. Er mahnte an, angesichts eines Kriegs in Europa, europäische Werte wie Freiheit, Demokratie und Menschenrechte nicht nur zu bewahren. „Es geht darum, zu erkennen, was uns in Europa verbindet und dass unsere kulturelle Vielfalt unser Leben bereichert. Dies ist eine Querschnittsaufgabe in allen Schulen, nicht nur für uns als Europaschule. Wir brauchen auch weiterhin viele kluge Köpfe, um das Europa der Zukunft zu gestalten“, so Stüber, der den Abiturienten mit auf den Weg gab: „Seien sie kritisch, stellen Sie Fragen, aber bleiben Sie optimistisch.“ Angesichts der vielen Herausforderungen der Zukunft wünschte er ihnen viel Kraft, Gesundheit, Empathie und gute Ideen. „Tragt eure Lichter in die Welt, auf dass es für uns alle heller wird.“ (red)/Foto: MES