Die Zahl der Verlegungen ging zurück
14.06.2010 - EICHENZELL
Versammlung der Handballvereine des Bezirkes Fulda verlief harmonisch und lässt Vereine positiv in die Zukunft blicken
lauterbach (sfr). Die Versammlung der Handballvereine des Bezirkes Fulda am vergangenen Mittwoch in Grebenhain verlief harmonisch und lässt die osthessischen Vereine positiv in die Zukunft blicken, wobei die Erkenntnis, dass die Zahl der an den Spielen teilnehmenden Mannschaften auch in den nächsten Jahren zurückgehen wird, nicht verdrängt wird.
So nahm die Zusammenarbeit mit dem Bezirk Melsungen-Hersfeld breiten Raum ein. Mit dem Nachbarbezirk führt der Bezirk Fulda bereits seit einigen Jahren einen bezirksübergreifenden Jugendspielbetrieb in einzelnen Klassen durch. Der Frontmann des nördlichen Nachbarbezirkes Heinrich Giese war mit drei seiner Mitarbeiter in den hohen Vogelsberg gereist und wusste zu berichten, dass in seinem Bezirk insgesamt 286 Mannschaften und damit mehr als doppelt so viele wie im Bezirk Fulda an den Start gehen.
Noch aus Vollem schöpfen
Aber auch Giese verkennt nicht die Lage, obwohl seine Verwaltungseinheit noch aus dem Vollen schöpfen kann: „Auch wir haben zurückgehende Mannschaftszahlen und wir müssen in die Zukunft schauen.“ In der nahen Zukunft, der bevorstehenden Saison 2010/11, wird es aufgrund der derzeitigen Meldungen wohl nur bei der weiblichen A-Jugend einen bezirksübergreifenden Spielbetrieb geben. Drei Mannschaften aus dem Bezirk Fulda werden ihre Kräfte mit vier Mannschaften aus dem Nachbarbezirk messen.
Deutlich wurde in der sich anschließenden Diskussion, dass in den Jugendklassen weiterhin regional gespielt werden soll, um längere Anfahrtswege auf das Notwendige zu beschränken. Der Leistungsgedanke soll aber auch nicht ganz aus außer Acht gelassen werden. Klar ist, dass es bei den Männern und Frauen eine gemeinsame Bezirksoberliga geben wird, sofern die beiden Spielausschüsse zu dem Ergebnis gelangen, dass die bisherige Zusammenarbeit intensiviert werden soll. Den Auftrag für Sondierungsgespräche gaben die Delegierten ihrem Bezirksvorstand jedenfalls einstimmig mit auf den Weg. Einen gemeinsamen Spielbetrieb wird es frühestens in der Spielzeit 2012/13 geben, nachdem in der Saison 2011/12 eine bezirksinterne Qualifikation gespielt wurde.
In der kommenden Saison könnte es aber bereits zu einem Schiedsrichteraustausch zwischen den beiden Bezirken kommen. Insbesondere könnte die Endrunde der Männer Bezirksoberliga durch Gespanne des nördlichen Nachbars geleitet werden. In seinem Rechenschaftsbericht ging Albert auf eine personelle Änderung, nur ein Jahr nach den Wahlen zum Spielausschuss ein. Der Vorsitzende des Bezirkssportgerichtes Manfred Höhl, Maar, scheidet auf eigenen Wunsch aus dem Amt aus. Höhl, der ebenfalls stellvertretender Vorsitzender des Verbandssportgerichtes ist, muss auf eines seiner beiden Ämter verzichten.
Das Präsidium des Hessischen Handball-Verbandes (HHV) hat entschieden, dass die Mitarbeiter der Rechtinstanzen nur ein Amt auf einer Ebene bekleiden können. Ein Nachfolger für das vakante Amt war schnell gefunden. Rainer Gröger von der HSG Vulkan Vogelsberg wird zukünftig die Bearbeitung der Rechtsverfahren übernehmen. Sollte es keinen deutlichen Sinneswandel bei den Vereinen geben, wird die Aufgabe für Gröger überschaubar bleiben. Im vergangen Jahr musste nur eine Entscheidung verhandelt werden.