EU-Vorschriften für Anbau und Herstellung - Doch es gibt auch Kritik - "Nicht unbedingt gesündere Inhaltsstoffe"
Immer mehr Menschen neigen dazu, auch mal Bioprodukte zu kaufen, weil sie etwas Gutes für ihre Gesundheit und für die Umwelt tun wollen. Außerdem gibt es Bio-Lebensmittel mittlerweile in fast jedem Supermarkt. Bio wird also immer beliebter, doch hält es wirklich, was es und die Medien versprechen?
So werden der Bio-Anbau und die Herstellung durch bestimmte Vorschriften der EU-Öko-Verordnung 2092/91 geregelt. Diese schreibt unter anderem artgerechte Tierhaltung, Verbot von Gentechnik jeglicher Form, Verbot von radioaktiver Bestrahlung, Fütterung von ökologisch produzierten Futtermitteln ohne Zusatz von Antibiotika und Leistungsförderern - Antibiotika als Leistungsförderer ist übrigens auch seit 2006 bei der konventionellen (also herkömmlichen) Landwirtschaft verboten - und die Verwendung von weniger Zusatzstoffen vor.
Hält man sich an diese Verordnung, wird dies durch eine staatlich anerkannte Öko-Kontrollstelle überprüft und dann bekommt man das so genannte "Bio-Siegel", ein sechs-eckiges grün-schwarz-weißes Symbol.
Wirklich gesünder?Bio-Lebensmittel haben zwar viele Vorteile, aber es gibt auch einige Gründe, die dagegen sprechen. Ganz umstritten ist die Frage, ob "Bio" oder "Öko"-Lebensmittel wirklich gesünder als herkömmliche Produkte sind. Da gibt es unterschiedliche Äußerungen dazu: Die einen sind davon überzeugt, dass Bio-Lebensmittel "mehr Nährstoffe" enthielten und auch "deutlich besser schmecken" würden (oekoherz.de).
Andere wollen aufgrund einer Studie belegen können, dass Bio-Obst und -Gemüse "weder reicher an Nährstoffen und Spurenelementen" sei, "noch werden diese besser vom Körper aufgenommen". Das hatten sie getestet, indem sie Ratten Obst und Gemüse aus beiden Anbaugebieten verfütterten (welt.de). Auch stern.de pflichtet bei, dass Bio "nicht unbedingt gesündere Inhaltsstoffe" enthält. Bio-Gemüse würde zudem "völlig außerhalb der Saison angebaut". Es sei aber größtenteils "frei von Schadstoffen".
Bio-Milch, Bio-Eier und Bio-Fleisch erhielten jedoch eine gute Bewertung: Sie hätten eine "ernährungsphysiologisch bessere Fettsäure-Zusammensetzung", so stern.de. Gründe dafür seien "Auslaufhaltung und Weidefütterung". Für diese Qualität zahlt man aber auch seinen Preis: etwa 100 Prozent mehr als für konventionelle Produkte.
Mittlerweile gibt es ja alles Mögliche in "Bio": auch Pizza und Pommes. Da könnte man vermuten, dass das dann gesund sei, aber nur weil "Bio" drauf steht, wird Fastfood nicht auf einmal gesund.
Bewusst ernährenAbschließend kann man sagen, dass man sich einfach seine Ernährungsweise bewusst machen sollte und da kann es auch mal Bio sein, aber man muss es nicht ausschließlich kaufen, um sich gesund zu ernähren, denn auch "Nicht-Bio-Produkte" können gesund sein.
Von "93 Prozent Frühlingskinder": Anna- Lena Heipel, Sabrina Lange, Nadja Beha, 11BG1, Max-Eyth-Schule