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auf dem Vulkan Ausgabe 6.2018 - Juni Seite 23 ALSFELD Markt 2 Mo.–Fr. 9–18, Sa. 9–14 Viele Reiseführer Wir sind meist schneller als Internet-Buchhändler... ...auch aktuellste lieferbare Reiseführer Straßenkarten und Stadtpläne über Nacht* *Bis 18 Uhr bestellt – am nächsten Morgen da! H H H H H H H H Buch 2000 Buchladen am Rathaus Neue Homepage: www.buch-2000-alsfeld.de �� 06631/2319 Helge Timmerbergs Geschichten von unterwegs – Perfekte Reiselektüre Gewinnen NACHTS KOMMT DIE SCHWERE HAND DIE SCHWERE HAND Dror Mishani Zsolnay Verlag 288 Seiten Seit dem Tod von Batya Gur vor über einem Jahrzehnt war der israelische Kriminalroman ein wenig aus dem Blick des deutschen Lesers verschwunden. Dass sich das langsam wieder ändert ist Verdienst von Autoren wie Liad Schoham, vor allem aber von Dror Mishani. Der Übersetzer und Literaturprofessor hat mit Avi Abraham einen ganz eigenständigen und unverwechselbaren Ermittler geschaffen, der jetzt schon zum dritten Mal in Mishanis Heimatort Cholon, einer Industriestadt im Süden von Tel Avis, ein Verbrechen aufklären soll, erstmals einen Mord. In ihrer Wohnung wurde eine ältere Frau erwürgt. Abraham kennt die Tote. Zwei Jahre zuvor war sie schon einmal in ihrer Wohnung Opfer eines Verbrechens, war damals vergewaltigt worden. Der Täter von damals kommt nicht in Frage, er sitzt noch immer im Gefängnis. Auch der Sohn, kurzfristig verdächtig, ist unschuldig. Dass am Tatort ein Polizist in Uniform gesehen wurde, macht die Angelegenheit noch rätselhafter. Zumal noch mehr Fälle auftauchen, in denen Frauen, die früher Opfer von Vergewaltigung geworden waren, Besuch von einem vermeintlichen Polizisten erhalten hatten. Nur langsam kommt Abraham, von Hause aus kein Hoppla-jetztkomme ich-Typ, eher ein ruhiger, nachdenklicher, bedächtiger, auch unsicherer und zweifelnder Ermittler, voran. Sein Team steht keineswegs geschlossen hinter ihm, und auch seine private Beziehung macht ihm zu schaffen. Seine Freundin Marianka ist aus Brüssel nach Cholon gezogen, sehr zum Verdruss ihrer Eltern, die Abraham dies bei ihrem Besuch in Israel deutlich spüren lassen und damit seine Zweifel, ob es richtig war, sie zu diesem Schritt zu veranlassen, noch erhöhen. In diese Geschiche webt Mishani einen zweiten Erzählstrang ein, die Geschichte von Mali, auch sie Opfer einer Vergewaltigung. Während eines Betriebsausflugs ihrer Bank nach Eilat wurde sie in ihrem Hotelzimmer überfallen, seither wird sie Nacht für Nacht von der „schweren Hand“heimgesucht. Ihr Mann Coby, eine gescheiterte Existenz, ist ihr keine Hilfe. Ausgerechnet am Hochzeitstag sitzt er schweigend mit einer Pistole auf dem Dach ihres Hauses, lässt all ihre Fragen unbeantwortet. „Die schwere Hand“ ist ein leise, fast im Kammerton, erzählter Beziehungsthriller, der es sich leisten kann, zwei tragende Elemente eines Krimis gar nicht erst zu beachten. Den Täter kennt der routinierte Krimileser lange vor dem Ende, die Frage nach dem Motiv bleibt bis zum Schluss unbeantwortet. Was aber weder den Reiz, noch die Spannung mindert. Roland Heinrich Die Krimi-Ecke im Vulkan Impressum Verlag: Verlagsgesellschaft Vogelsberg GmbH & Co. KG, Am Kreuz 10, 36304 Alsfeld (zugleich ladungsfähige Anschrift für alle im Impressum genannten Verantwortlichen), phG: Verlagsgesellschaft Vogelsberg Verwaltungsgesellschaft mbH, Alsfeld Druck: Druck- und Pressehaus Naumann GmbH & Co. KG, Gutenbergstraße 1, 63571 Gelnhausen Geschäftsführung: Michael Raubach, Gießen, Hans Georg Schnücker, Mainz, Dr. Jörn W. Röper, Mainz Chefredakteur: Frank Kaminski (verantwortlich) Anzeigen: Martin Hank (verantwortlich) Vertrieb: Harald Dörr Erzähler bis zum letzten Atemzug LAUTERBACH. Wie soll man in wenigen Worten den letzten, schreibenden Zivilisationsnomaden beschreiben. Jedes seiner Bücher ein Selbstläufer und Zeile um Zeile verkauft sich wie geschnitten Brot. Sein Charme sorgt dafür, dass die Lesungen oft ausverkauft sind. Helge Timmerberg zählt zu den Angesagten, er ist ein Popstar unter den Autoren. Sein Name, auch ein Synonym für Freiheit. Wen er vom Kiffen erzählt, sehen selbst Antidrogenbeauftragte weg. Der 65-Jährige hat mehr als 200 Länder besucht, den Erdball in 80 Tagen umrundet und seine Erlebnisse in mehr als einem Dutzend Büchern niedergeschrieben. Was ist das Rezept des Weltenbummlers? So wie ein Koch seinen Zutaten, so ist Deutschlands bekanntester Reisejournalist seinem Schreibstil immer treu geblieben. Man nehme: „Sex, Drugs and Rock’n Roll“, mische sie mit wilden Partynächten und garniere es mit einem Anteil von Abenteuer, Spirit und Exotik. So auch sein vorerst letzten Reiseberichte. 21 Reportagen und Kurzgeschichten. Das sind Lesertickets nach Bosnien, Sizilien. Steiermark, Barcelona, Ostfriesland, Rom, Marokko, Rio. Die Hälfte der Geschichten ist neu, die anderen überarbeitet und bereits in der Tageszeitung erschienen. Fazit: Ein Hoch auf’s Unterwegssein. Timmerberg ist die Literatur fürs Strandgepäck. Aus Nordhessen in die weite Welt ist er gereist. Foto: Malik In Zusammenarbeit mit dem Malik Verlag verlosen wir drei gebundene Exemplare von „Die Straßen der Lebenden“ den Story von unterwegs von Helege Timmerberg. unter unseren Lesern. Wer gewinnen möchte, schreibt eine E-Mail an Wer gewinnen möchte, schreibt uns bis zum 15. Juni eine E-Mail mit dem Betreff „Timmerberg“. Bitte den vollständigen Absender nicht vergessen. Viel Glück! Mails bitte an vulkan@ oberhessische-zeitung.de VON GERHARD OTTERBEIN Reif für die Insel? STADTALLENDORF (red). Levke Sönkamp hat alles verloren. Auf Mallorca möchte sie einen Schlussstrich ziehen und noch einmal all die Orte besuchen, an denen sie und ihr Mann Max besonders glücklich waren. Dabei trifft sie im idyllischen Valldemossa auf die neunzehnjährige, frisch verliebte Insa. Das Mädchen und ihr Freund erinnern Levke an sich selbst, als sie noch nicht wusste, wie grausam das Leben ihr eines Tages mitspielen würde. Am Dienstag 5. Juni, um 19.30 Uhr liest Stina Jensen (Foto) auf Einladung der Homberger Buchhandlung den Mallorca-Krimi: „Abgrundtief“. Dazu gibt es nach Wunsch leckere Tapas im Café Fischer, Schweinsberg, Biegenstraße. Tickets beim Veranstalter: Die Buchhandlung Ulrike Sowa f 06633 7271 . Foto:© Uwe Noelke


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