20180526_VUL_A_18

20180526_VULKAN

Seite 18 Die touristischen Seiten für die Region Vogelsberg Vogelsberg sucht die Super-Bergmähwiese Traditionelle Vogelsberger Kulturlandschaft: Erstmals „Meisterschaft“ – Prämierung am 17. Juni in Eichelhain LAUTERTAL (red). Der Vogelsberg sucht die Super-Bergmähwiese. In den vergangenen Jahren haben bereits regelmäßige Aktionsfeste die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diesen bedrohten Teil der traditionellen Vogelsberger Kulturlandschaft gelenkt. Zudem gibt es seit dem Sommer 2017 den Bergmähwiesen-Pfad auf der Herchenhainer Höhe, der seitdem schon viele Wanderer angezogen hat. In diesem Jahr findet nun erstmals auch eine Bergmähwiesen- Meisterschaft statt. Federführend ist das Amt für Wirtschaft und ländlichen Raum des Vogelsbergkreises in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeitsinitiative „Nähe ist gut“ der Unternehmen Schwälbchen, Hassia und REWE sowie dem Naturschutzgroßprojekt Vogelsberg, dem Kreisbauernverband und den Naturschutzverbänden. Bei der Bergmähwiesen-Meisterschaft werden Wiesen prämiert, die nicht allein aus ökologisch-botanischer Sicht wertvoll sind, sondern zugleich auch für eine landwirtschaftliche Nutzung geeignet sind. Am 10. April hatten Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak (Landwirtschaftsdezernent) und Anja Püchner, Leiterin des Amtes für Wirtschaft und den ländlichen Raum, zusammen mit der Nachhaltigkeitsinitiative die erste Bergmähwiesen-Meisterschaft im Vogelsbergkreis ausgelobt und engagierte Landwirte zum Mitmachen aufgerufen. Ziel ist es, den Landwirten, die ihren Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft leisten, ein Gesicht zu geben und ihre Verdienste für die Gesellschaft zu würdigen. „Der Erhalt der Artenvielfalt geht uns alle an und denjenigen Wertschätzung entgegenzubringen, denen es gelingt, ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen Interessen und naturnaher Bewirtschaftung herzustellen, ist Teil der Bergmähwiesen- Meisterschaft“, unterstreicht die stellvertretende Leiterin des Naturschutzgroßprojekts, Michaela Fedeli in einer Pressemitteilung. Die Nachhaltigkeitsinitiative hat für diese Aktion 5.000 Euro Preisgelder zur Verfügung gestellt und das Naturschutzgroßprojekt sorgt für die Finanzierung der „Nebenkosten“. Am Montag, 7. Mai, endete die Anmeldefrist – und der Rücklauf war beeindruckend: 24 Anmeldungen aus allen fünf Gemeinden sind eingegangen. Jetzt geht es in die heiße Phase. Vor wenigen Tagen fand ein erstes Treffen mit Dr. Rainer Oppermann statt. Der Experte für Wiesenmeisterschaften im süddeutschen Raum kam extra in den Vogelsberg gereist. Von den weitreichenden Erfahrungen des Leiters des Instituts für Agrarökologie und Biodiversität konnten alle profitieren und viele Fachfragen wurden beantwortet. Der Tag diente dazu für den Vogelsberg maßgeschneiderte Bewertungskriterien herauszuarbeiten und das Konzept „Wiesenmeisterschaft“ praxisnah zu erörtern. Nun sind alle gut gewappnet, um den Wettbewerb fest in der Region zu etablieren. In den kommenden Wochen wird Wolfgang Wagner vom Planungsbüro PlanWerk, der beim Termin dabei war, alle 24 angemeldeten Wiesen kartieren und eine Vorab-Bewertung vornehmen. Am 7. Juni trifft sich dann eine Jury, bestehend aus Vertretern des Amtes für Wirtschaft und den ländlichen Raum, des Naturschutzgroßprojekts Vogelsberg, des Kreisbauernverbands Vogelsberg und der Naturschutzverbände, um gemeinsam die Platzierungen zu vergeben. Die Sieger werden am 5. Bergmähwiesen-Fest, am 17. Juni im Lautertaler Ortsteil Eichelhain bekannt gegeben. Neben dem Artenreichtum werden auch futterbauliche Kriterien bewertet, um zu zeigen, dass artenreiche Wiesen auch qualitativ spitzenmäßig sind. Der hohe Anteil an Kräutern, von denen viele auch eine Arzneiwirkung haben, wirkt sich positiv auf die Tiergesundheit aus und schmeckt auch noch. Insbesondere Pferdebesitzer und Mutterkuh und Schafhalter schätzen das gute Heu von den Bergmähwiesen. Naturdenkmäler Biergarten täglich ab 10 Uhr geöffnet! Durchgehend warme Küche. Märchenland bis auf weiteres geschlossen! 63697 Hirzenhain-Merkenfritz • Tel. (0 60 45) 45 42 www.maerchenland-menzel.de Eine Sphinx oberhalb von Ehringshausen Naturdenkmal: Der Heinzemann mit seinen 12 Hühnern GEMÜNDEN (red). Der Heinzemann – ein neuer und sehr abwechslungsreicher Wanderweg rund um Ehringshausen soll nach ihm benannt werden. Und: Wer sich aufmacht zur 13 km langen Tour entdeckt vielleicht die 12 Hühner, die der Sage nach aus dem sich öffnenden Fels gackernd um den Fels herumlaufen, um kurz darauf wieder in das sich schließende Gestein schlüpfen. Aber nur, wenn er genau um 12 Uhr am Felsen vorbeischaut. Das Flüsschen Felda hat im Laufe der Zeit eine große Arbeit vollbracht: Eine basaltische Felsformation herauspräpariert, wie sie kein Künstler hätte schaffen können. Bereits in der jüngeren Steinzeit und in der Bronzezeit wurde der Menhir als Fruchtbarkeits- und astronomischer Stein genutzt. Heute steht er geheimnisvoll in einem Waldstück, das von Hessen Forst aus der Nutzung genommen wurde und als Kernfläche Prozessschutz genießt. Hier bleiben Wald und Natur sich selbst überlassen und bringen eine erstaunliche Artenvielfalt hervor. Der Heinzemann ist mit seinen rund 10 Metern beeindruckend hoch – und im Detail ist er nicht weniger aufregend, weil die kleinen Bläschen im Basanit teilweise mit Zeolithmineralen ausgekleidet sind und Drusen bilden. Wer genau hinschaut, erkennt grünliches Erdmantelgestein, vom Fachmann Peridotit genannt, und Einschlüsse älterer Nebengesteine aus der Erdkruste. Ein Menhir – Der Heinzemannkopf . Foto: Vogelsbergkreis Naturdenkmäler – sie zeigen die Vielfalt unseres Lebensraumes und sind Botschafter des Umweltgedankens. Seit Anfang 2018 ist die zweite Verordnung zum Schutz der Naturdenkmäler des Vogelsbergkreises in Kraft: In Absprache mit Eigentümern und dem Regierungspräsidium Gießen wurden 22 neue Denkmäler festgelegt. Einer davon ist der Heinzemann bei Ehringshausen. (red) Bei der Eröffnung des Bergmähwiesen-Pfades 2017. Archivfoto: Schäfer


20180526_VULKAN
To see the actual publication please follow the link above