Konzert zur Einweihung des Louis-Spohr-Saals
02.02.2012 - SCHLITZ
Zwei Preisträgerinnen spielen zur Umbenennung
(red). Am Sonntag, 19. Februar, um 11.15 Uhr wird in einem Festakt in Schloss Hallenburg in Schlitz, Sitz der Landesmusikakademie Hessen, der Raum 1.1 in Louis-Spohr-Saal umbenannt.
Pädagoge und Kapellmeister
Der in Kassel wirkende Louis Spohr (5. April 1784 bis 22. Oktober 1859) war kurfürstlicher Kapellmeister, Komponist, Violinvirtuose und Musikpädagoge. Die Universität Marburg ernannte „Ludovico Spohr“ am 29. Juli 1827 zum „doctorus musices“, die Stadt Kassel verlieh ihrem berühmten Generalmusikdirektor am 4. Februar 1847 die Ehrenbürgerwürde. Louis Spohr wurde im Mausoleum auf dem Hauptfriedhof in einem Ehrengrab der Stadt Kassel beigesetzt. Seine 1831 erschienene Violinschule ist ein auch heute noch vielbeachtetes Werk. Mit Moritz Hauptmann, dem späteren Thomas-Kantor von Leipzig, gelangte Spohrs Kasseler Schule zu Weltruf. Seine etwa 200 Schüler bekleideten wichtige Positionen in den Musiktheatern der damaligen Welt.
Die Patenschaft für den neu benannten Saal übernimmt der Förderverein Louis-Spohr-Stiftung, der im Auftrag der Louis-Spohr-Stiftung tätig ist. Er widmet sich der Förderung des begabten musikalischen Nachwuchses. Dafür werden zum Beispiel Wettbewerbe durchgeführt, Konzerte veranstaltet, Druckschriften und Tonträger verlegt. Der Förderverein Louis-Spohr-Stiftung betreibt die Nachwuchsförderung nach dem Prinzip der „Bestenauslese“.
Die Feierlichkeiten werden von den Spohr-Preisträgerinnen Stephanie Appelhans (Geige, 2009) und Julia Rinderle (Klavier, 2010) musikalisch gestaltet. Es werden Werke von A. Pärt, E. Ysaÿe, F. Kreisler, H. W. Ernst und L. Spohr zu hören sein. Den Festvortrag wird der Kurator der Louis-Spohr-Stiftung, Dr. Wolfram Boder, Herausgeber der Spohr-Schriften, halten. Nach dem Festakt mit einem konzertanten Finale gibt es einen kleinen Umtrunk mit Imbiss.
Nach der Benennung des Christoph-Graupner-Saales im Jahr 2010 ist dies die zweite ihrer Art. Es ist geplant, dass noch weitere Säle benannt werden. Die Bevölkerung ist eingeladen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.