Glauben Jugendliche eigentlich noch an Gott?
08.03.2010 - GREBENAU
Umfrage zeigt: Glaube ist verbreiteter als man denkt
(oz). Was bedeutet für dich der Glaube an Gott? Brauchst du einen Beweis um an Gott zu glauben? Ist dir Gott wichtig? Diese und einige weitere Fragen stellten wir Jugendlichen im Alter von zehn bis 15 Jahren in einem anonymen Test. Auf dieses Thema kamen wir, aufgrund der äußerst geringen Anzahl von jugendlichen Kirchgängern.
Früher gehörte es zum alltäglichen Leben, beim Essen ein Tischgebet zu sprechen oder vor dem Schlafengehen ein paar Worte an Gott zu richten; auch der sonntägliche Besuch in der Kirche war für alle Kinder etwas vollkommen Normales. Doch im Laufe der Zeit änderte sich dieses Verständnis von Religion. Während die Kinder früher mehr oder weniger darauf gedrängt wurden, an den einzig wahren Gott zu glauben, gibt es heute immer häufiger Fälle, die diese Praxis anzweifeln. Die Jugendlichen machen sich mittlerweile mehr Gedanken um das Thema Gott, als man meinen sollte.
Der größte Teil hält immer noch an seinem Glauben fest, indem er die Bibel, Christus und die Einrichtung Kirche in keinerlei Weise anzweifelt, doch es gibt auch eine nicht beachtenswerte Anzahl von Jugendlichen, die von dieser Einstellung abweicht. Sie bedenken die Frage nach der einen großen Macht in vielerlei Hinsicht: Wo ist der Beweis für einen echten Gott? Wieso soll ich daran glauben?
Sie stellen die Ansicht der meisten Menschen in Frage, weil der Glaube an Gott durch keine Wissenschaft belegt ist oder sie selbst kaum Anlässe finden, etwas anzubeten, dessen Existenz nicht garantiert ist. Dennoch versuchen sie es und einige glauben sogar, ohne einen Beweis dafür zu fordern, weil ihnen das Vertrauen in eine höhere Macht, Kraft und Richtung gibt.
Doch dann stellt sich die Frage: Was bringt der Glaube? Diese wurde damit beantwortet, dass er ihnen Hilfe in der Not bietet und sie dadurch an ein Leben nach dem Tod glauben lässt.
Auch wenn manche ihnen bei dieser Ansicht widersprechen, kann die Mehrheit diese Einstellung gut verstehen. Es gibt unterschiedliche Reaktionen auf ein solches Verhalten. Nur wenige reagieren entsetzt, viele hingegen akzeptieren diese Meinung, auch wenn sie selbst etwas anderes denken. Ein großer Teil von Jugendlichen gab außerdem an, dass sie zwar an Gott glauben würden, sich mit der Kirche jedoch in vielen Aspekten nicht identifizieren können, denn oft stellt diese den Glauben und die so genannten Pflichten gegenüber Gott als zu extrem für sie da.
Abschließend lässt sich sagen, dass immer noch viele Jugendliche Vertrauen in Gott hegen, aber dies nicht mehr dadurch ausdrücken, indem sie sonntags in die Kirche gehen und jeden Tag zu beten. Sie sehen den Glauben eher als eine Art Rettung für sich selbst; etwas an dem sie sich orientieren können und Halt finden.
Felix Fischer, Janosch Schreiber und Juljana Battenberg, Klasse 9a, Albert-Schweitzer-Schule.