Rohrbruch macht Haus unbewohnbar
03.02.2012 - KREIS GIESSEN
Junge Lollarer Familie zunächst ohne Heim - THW stützt einstürzende Decken ab - Schaden und Ursache noch unklar
(jl). Ein Wasserrohrbruch hat gestern Nachmittag eine junge Familie mit ihrem einjährigen Kind in der Gießener Straße in Lollar quasi vorübergehend obdachlos gemacht. Zwar können sie kurzfristig bei Verwandten unterkommen, aber in das erst vor zwei Jahren renovierte Fachwerkhaus können sie in absehbarer Zeit nicht zurück.
Kurz nach 15 Uhr bemerkten sie plötzlich Wasser durch die Decke tropfen, das immer mehr wurde. Wie sich herausstellte, war an der auf dem Dachboden installierten Heizung offensichtlich ein Rohr geplatzt. Bis das Wasser sich durch die Lehmdecken erst in das darunterliegende Schlafzimmer und dann eins weiter durch die Decke des darunterliegenden Zimmers seinen Weg gesucht hatte, waren wohl schon einige Liter ausgeflossen, was zur Folge hatte, dass schon kurze Zeit später Teile der Decke herunterstürzten und über die Balken durch die Außenwände Wasser drang, was sich durch die starke Kälte unter den Fenstern in Eiszapfen verwandelte. In seiner Not rief der Familienvater kurz vor 16 Uhr die Lollarer Feuerwehr, die aber angesichts der einstürzenden Decken nicht allzu viel ausrichten konnte.
Das Wasser war inzwischen abgestellt und auch der Strom wurde abgeschaltet. Da man sich nicht sicher war, ob das Haus selbst nicht einsturzgefährdet war, sperrte die Polizei den betroffenen Bereich der Gießener Straße und leitete den Verkehr um. Gegen 18.30 Uhr rückte das zur Unterstützung gerufene Technische Hilfswerk Gießen an und stützte die betroffenen drei Decken vom Keller aus ab. Wie hoch der entstandene Schaden ist und ob das Rohr durch den Frost oder andere Einflüsse barst, war gestern Abend nicht mehr zu klären. Die Sicherungsarbeiten dauerten bis in den späten Abend hinein an.